Es waren zwei anstrengende, aber auch spannende Workshop-Tage über »Die Ordnung der Literatur – Diskussionen zum Verhältnis von Wissen und Literatur« Ende vergangener Woche an der Freien Universität Berlin. Für mich besonders anregende Überlegungen lieferte Tilmann Köppe mit seinem »Ein neues Konzept des Erwerbs von Wissen anhand von Literatur?« überschriebenen Vortrag.
Kann man anhand fiktionaler Literatur tatsächlich Wissen erwerben? Diese Frage beschäftigt die Literaturwissenschaften seit langem. Das Problem ist, dass Autoren in fiktionalen Texten schreiben dürfen, was sie wollen. Ob es wahr ist, können die Leser nicht wissen. Es kann wahr sein, aber der Leser weiß es nicht. Für Tilmann Köppe ist das allerdings unerheblich.